Dig-it Kolumnen

Die 23 Kolumnen von Norbert Specker zu verschiedenen Aspekten digitaler Kultur erschienen in der NZZ am Sonntag 2002/2003. Alle minus die erste zum Thema Napster sind in einem kleinen E-Book verpackt erhältlich. Zum Testen sind die Kolumnen Fallrückzieher und Aufräumblues vollständig zugänglich.

Fallrückzieher

Technologieversprechen sind Versprechen, mit all unseren Beschränktheiten aufzuräumen. Wir lieben diese Versprechen und widmen ihnen ganze Wirtschaftszyklen. Die Versprechen ...ganze Kolumne

 
 

Aufräumblues

Es sind wieder Zwischentage. Dem alten Jahr geht die Luft aus und das Neue verbreitet den Geruch frischgewaschener Wäsche. Seine Unversehrtheit gebietet, dass wir ihm geduscht, rasiert und mit aufgeräumter Festplatte begegnen. ...ganze Kolumne

 
 

Wissen ohne Kopf

Ein Schweizer Verleger erzählte mir letzthin, dass unter den Kandidaten für eine Journalistenschule stattlich viele waren, die nicht wussten, in welchen Jahren der 2. Weltkrieg stattgefunden hat. Ich gestehe ...weiter

 
 

Unscharfes Date

«Ruf mich an, wenn du in der Nähe bist.» Vor ein paar Jahren meinte man damit: «wenn du in meiner Stadt bist». Heute trifft man so seine grossflächigen Verabredungen. Anstatt ...weiter

 
 

Langer Schatten

Politikerkarrieren enden bekanntlich nicht immer glücklich. Die unvermittelten Abbrüche und deren Gründe decken sich in der Regel mit den gerade herrschenden gesellschaftlichen Wertesystemen. Wenn man was Verbotenes heimlich tut ...weiter

 
 

Memento mori

Wir wussten es immer, doch haben wir es tapfer verdrängt: Dem portablen Zeitalter gehen die Batterien aus. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl dieser eigenartigen Leere vor ...weiter

 
 

Links for Brands

Der Erfolg einer Idee hängt davon ab, wie häufig Referenzen darauf gemacht werden. Eine Idee, die von niemandem weitergetragen wird, bleibt unbeseelt. Ein Konzept, auf das niemand hinweist, wird ...weiter

 
 

Vom Hundertsten ins Tausendste

Wenn Sie öfter einmal, wie Max Goldt sagen würde, («Internet gucken», dann haben Sie dieses Programm auch schon durchgespielt. Man beginnt mit einer wirklich wichtigen und guten Frage. Auf was bezieht sich zum Beispiel ...weiter

 
 

Mediale Hierarchien

Bei all dieser Konvergenz könnte man ja meinen, es spielt gar keine Rolle mehr, ob man nun im Internet fernsieht, mit dem Telefon photographiert oder mit dem Palm Zeitung liest. So eine Weltmeisterschaft rückt aber die Dinge wieder ins rechte Licht. ...weiter

 
 

News-Tagebuch

Unsere Medienwelt ist hervorragend aufgestellt, wenn es um das Verteilen von Informationen geht. Kein Winkel der Erde, wo ein Empfangschip nicht hinkäme. Wenn uns aber dabei geholfen werden sollte ...weiter

 
 

Viele Internette

Die meisten Dinge sind ja, wenn man sie das erste Mal erfasst, einzigartig. Singulär. Erst nach und nach entdeckt man an ihnen den Plural. So auch beim Internet. Für Begeisterte der ersten Stunde ...weiter

 
 

Netz - und bauchfrei

Im Moment bin ich ferienhalber nicht erreichbar. Also kein Telefon, weder angebunden noch mobil, keine Adresse, weder physisch noch virtuell. Nichts. Kein Piepsen, kein rascheln. Für die meisten Digiterati ist das eine Grenzerfahrung. ...weiter

 
 

Auf Leben und Tod

Die meisten wollen mit dem Tod ja nichts zu tun haben. Das kann man niemandem verargen, kommt er doch meistens ungerufen und wenn man ihn am wenigsten braucht. Aber kommen tut er auf jeden Fall. Nur, was dann? ...weiter

 
 

Blind cc: statt cc:

Es geschieht ja immer wieder, dass ansonsten feinfühlige, gescheite Menschen absoluten Mist bauen. Gerade im Umfeld der elektronischen Post bieten sich da viele Gelegenheiten. ...weiter

 
 

Wir sind zu doof

Die meisten elektronischen Geräte haben etwas von einer In-Bar: Steht man davor, bestechen sie durch cooles Design und sanfte Beleuchtung. Geht es ans Bedienen, wird es stachelig. ...weiter

 
 

Fototauglich?

Mit den Worten «Warten Sie einen Moment, warten Sie, Sie haben noch gar nichts gehört» wurde prophetisch die Weiterentwicklung des Films zum Tonfilm eingeläutet. Al Jolson sagte sie als «Jazz Singer», und Leute wie Chaplin fanden das zwar ganz witzig, aber nicht so richtig wichtig. ...weiter

 
 

Digitales Kuscheln

«Betrüger», schimpften die Leute. Dass so etwas Voluminöses wie die Stimme durch so etwas Enges wie ein Telegraphenkabel gehen sollte, wollte auch der «London Times» nicht einleuchten. Und nicht nur ihr. Es ging Herrn Graham Bell mit der Erfindung des Telefons wie vielen andern, die die Vorstellungskraft ihrer Mitmenschen überdehnten: ...weiter

 
 

Gut gefilterte Moral

Eine Email-Adresse zu haben, gehörte mal zur Trendsetterbasisausstattung. Heute ist es die Anzahl der Junkmails, mit der differenziert wird. Im Sinne von «Heute habe ich wieder 80 Spams gelöscht - und Du?». ...weiter

 
 

Die Liebe, digital

Ein kürzlich geschiedener Bekannter tut es. Meine Hausgenossen tun es. Die Barmaid tut es, und gerade habe ich gehört, auch ein angesehener Filmkritiker denke darüber nach, es zu tun. Alle tun sie es. Nach nichts wird so heftig, so unablässig und so ausgabefreudig gesucht wie nach der Liebe. ...weiter

 
 

Vertrauen ins Zwerchfell

Warum verschicken Menschen Witze per Mail? Bringt so ein Witz das Zwerchfell zum vibrieren, funktioniert er wie ein Virus. Kaum erscheint er in der Mailbox schreit jede Faser des Körpers: «Den muss ich Freddy schicken.» Ist er schlecht, landet er im Papierkorb, der Absender kriegt einen mentalen Verweis und Punkte abgezogen ...weiter

 
 

Gedächtnis im Fluss

Der Verlust von Übersichtlichkeit und damit ein gesellschaftliches Alzheimer-Syndrom, ein Gedächtnisloch, scheint der Preis zu sein, den wir für die weltweite Vernetzung zahlen. Nur eine Zwischenstufe sicher, oder? ...weiter

 
 

Hören ist Sehen

Radio ist Internet mit andern Mitteln. Es schert sich um keine Grenzen und reist zu Menschen in aller Welt, sagt man. Diese Welt rückt gerade noch ein Stück näher zusammen. Das sieht man schon daran, dass ich mir als Vor-Teenager keinen Radio-Weltempfänger leisten konnte. Im Katalog waren das immer die visuellen und preislichen Prunkstücke und die radiophonen Traumwelten jenseits aller Budgetrealitäten. ...weiter

 
 

Im Tauschrausch

Man hat ja schon lange nichts mehr von Napster gehört. Und noch nichts Weltbewegendes von Gnutella oder Morpheus. Oder nur ein Rascheln. ...weiter

 
 

 



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